Meine Geschichte

Wie kam es zu der „Brückenbauerin“?
.

Wie kam es zu der „Brückenbauerin“?

Vor ein paar Jahren kam ich an einen Punkt, an dem ich all meine Pläne für mein Leben über Bord warf. Das Resultat und die Kurzfassung dieser Geschichte findest du unter „Über mich“. Wenn du die ausführliche Version darüber lesen willst, dann bist du hier genau richtig. 

Was geschah?

Ich hatte einen tollen Job, zwei wunderbare Kinder, einen Mann, ein Haus – alles wie geplant. Und doch: irgendwie stimmte etwas nicht. Mein Leben fühlte sich manchmal sehr anstrengend an und irgendwie schien etwas nicht ganz im Lot zu sein. Ich wusste aber nicht was. Vielleicht war es ja auch einfach normal, dass man sich so fühlte, wie ich mich fühlte? Den Menschen um mich herum schien es zumindest ähnlich zu gehen.

Das Leben stupste mich zwar immer wieder sachte an, damit ich genauer hinschaute und mir ein paar unbequeme Fragen stellte: Lebte ich wirklich das, wofür ich hier angetreten war? War das alles? War es das, was ich meinen Kindern vorleben wollte?

Ich verstand die Hinweise (Fehlgeburten, Schlafstörungen, Bauchschmerzen, Leben von Wochenende zu Wochenende…) nicht. Oder sollte ich ehrlicherweise sagen: ich wollte sie nicht verstehen? Zumindest überging ich sie tapfer. 

Ich würde mich damals eher als Kopfmenschen bezeichnen und ich war sehr gut darin, mein Leben hauptsächlich mit meinem Ratio zu analysieren und zu gestalten. Ich erkannte die „Wegweiser-Funktion“ dieser „Stupser“ schlicht und einfach nicht. Ich machte also einfach weiter wie bisher. Doch dann kam ein Punkt, an dem mein Leben eine Art „Notbremse“ zog. 

Ich realisierte erst dann, dass ich mit meinen üblichen Denkansätzen und Konzepten (über das Mensch Sein und das Leben), nicht an das ungenutzte Potential rankam, welches ich intuitiv so stark spürte.

«Probleme kann man niemals durch die selbe Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind»
Albert Einstein

Bei mir stand ein Wandel an, das zeigte mir mein Leben beängstigend klar. Und so musste ich neue Möglichkeiten und Denkweisen in mein Leben lassen. 

Mein Leben davor…

Ich liebe die Naturwissenschaften und im Allgemeinen alles was „logisch“ ist. Ich fühlte mich in dieser rationalen und eher männlichen Domäne immer pudelwohl. Schon ein paar Monate nach meinem Diplom als Bauingenieurin (an der ETH Lausanne), bekam ich meine erste Führungsposition. Schnell bekam ich mehr Verantwortung, grössere Projekte und immer neue Chancen mich in neuen Geschäftsbereichen zu beweisen. Ich liebte es, Verantwortung im dynamischen Umfeld der Telekommunikation zu übernehmen, Grossprojekte zu leiten und schweizweit Teams zu führen. Ich habe gelernt, wie im Business „der Hase läuft“, spielte das Spiel mit viel Engagement und bewegte mich sehr gerne und erfolgreich auf dieser Bühne. Rückwirkend ist mir klar, dass ich die Anerkennung (über meinen beruflichen Erfolg) brauchte und darum auch bereit war, einen grossen Teil meiner Lebenszeit und meiner Energie in sie zu investieren.

Für mich war schon als Mädchen immer irgendwie klar: Ich will sowohl eine smarte, coole und erfolgreiche Karrierefrau, als auch eine tolle, jung bleibende und dynamische Mutter werden!… Wie man es sich halt alles so ausmahlt als junges Mädchen (der Prinzessinnentyp war ich nie so wirklich).

Und es sah gut aus. Ich hatte Erfolg im Job und ein paar Jahre später bekamen wir zwei wunderbare Söhne (das ist wirklich ein grosses Geschenk!). Trotz Fehlgeburten, Schwangerschaften und Kindern habe ich immer Vollgas weitergearbeitet. Ich habe bei der ersten Geburt tatsächlich noch unter Wehen die letzten geschäftlichen Telefonate erledigt! Das zeigt wohl sehr klar, mit was für einer Einstellung ich durchs Leben ging: Leistung, Leistung, Leistung! Bloss keine „Schwäche“ zeigen. So ein Bullshit!

Ich hatte Glück und hatte trotz Teilzeitpensum immer noch eine verantwortungsvolle Position. Aber irgendwie war doch der Wurm drin.

Ich war oft nur noch am Funktionieren, am Herumrennen und allzu oft hatte ich das Gefühl, dass meine Tage irgendwie zu wenig Stunden hatten. Ich hatte immer unzählige Bälle (oder waren es manchmal sogar rohe Eier?) gleichzeitig in der Luft. Mein Körper und meine Kinder zeigten uns über all die Jahre immer wieder, dass es mehr Ruhe und mehr Familienzeit brauchte. Unser älterer Sohn hatte dann auch noch einen angsteinflössenden epileptischen Anfall (Status epileptikus) indem er mit Blaulicht ins Spital musste und wir nicht wussten, ob er Folgeschäden davontragen würde.

Das sind die Momente, in welchem einem schlagartig bewusst wird, was wirklich wichtig ist im Leben. Und: Es sind Momente wie diese, welche einem deutlich vor Augen führen, dass es keine wirkliche Sicherheit gibt, die man sich erarbeiten kann. Die vermeintliche Sicherheit ist eine Illusion! Egal wieviel Cleverness, Disziplin, Geld & Zeit wir investieren, um alles „im Griff“ zu haben: eine Sekunde auf die andere kann alles über einem zusammenbrechen. 

Mir wurde immer klarer: Ich wollte mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen. Die Jahre vergingen so schnell und ich wollte nie ein Mensch sein, der auf seinem Sterbebett bereuen würde, dass er zu wenig Zeit gehabt hat, für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ich beschloss, das Leben so gut wie möglich zu entschleunigen und achtsamer zu werden. Trotzdem hielt sich der Erfolg in Grenzen – aber mir fehlte schlicht und einfach der Mut meine Arbeit zu künden. Ich war mir sicher: ich brauchte einen spannenden Job um glücklich zu sein. Und ich dachte, dass es normal ist, dafür ein paar schmerzhafte Kompromisse einzugehen. Ich wusste damals noch nicht, dass ich viel zu eng und zu konventionell dachte. Zum Glück fing in mir aber etwas Neues an zu wachsen, das mich neugierig machte und das immer grösser wurde.

Die Mutter meiner besten Freundin starb zu dieser Zeit plötzlich und unerwartet. Es war ein Schock für uns und wir diskutierten stundenlang über das Leben, den Tod und den Sinn des Lebens. Ich las immer mehr Bücher zu diesen Themen und mich interessierten nun auch spirituelle Aspekte verschiedener Weisheitslehren. Und dann passierte es: Es kamen 3 Nächte, welche alles veränderten.

Ich weiss nicht, wie ich das, was passiert ist, beschreiben soll. Zusammengefasst kann man wohl einfach sagen: Es fiel eine Art Vorhang und ich hatte plötzlich Zugang zu einem (für mich) neuen „Wissen“. Wer sind wir, warum sind wir hier und was für universelle Zusammenhänge gibt es? Wie Puzzleteile fügten sich verschiedene Elemente und neue Konzepte zu einem grösseren, stimmigen Bild zusammen. 3 Tage in Folge konnte ich weder schlafen noch arbeiten – ich schrieb & zeichnete unermüdlich, was ich an Informationen erhielt. Wenn ich am Morgen zur Tür rausgehen wollte um zur Arbeit zu gehen, sackte ich in die Knie und mir wurde schwindlig und übel. Das hatte ich noch nie erlebt und es war schon fast gespenstisch. Das Leben zwang mich zuzuhören, was es mir zu sagen hatte. Und das tat ich – ENDLICH!

Bis heute kann ich nicht sagen, was wirklich der Auslöser dafür war und wieso „es“ genau zu diesem Zeitpunkt passierte. Irgendwie schien wohl einfach die Zeit (und ich) reif zu sein. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich das locker und ruhig annehmen konnte. Ich hatte einerseits ein unendlich schönes Gefühl – gleichzeitig kam aber auch eine immense Angst in mir hoch. Ich verstand nicht, was passierte und wusste nicht, ob ich mich einliefern lassen oder feiern sollte. Ich entschied mich erstmal für die zweite Option – und dabei blieb ich bis heute. Im Nachhinein weiss ich, dass es das Beste war, was mir passieren konnte. Denn jetzt war es für mich viel einfacher, die Essenz des Lebens zu erspüren und neue Wege zu gehen. Der Entscheid war gefallen:

Ich will etwas ändern. Für mich, für meine Vision, für mein Leben!

Und es war mir absolut klar:

Es war für uns noch so viel mehr möglich, als wir dachten!

Ich entschied mich, ab sofort die 100%-ige Verantwortung für mein Leben und meine Realität zu übernehmen!

…Und ich wusste, es brauchte einen neuen Reiseführer an der Seite meines Verstandes: Das Herz, die Intuition.

Mein Leben danach…

Ich beschloss als erstes, zu lernen wieder auf mein Herz zu hören. Es gibt verschiedene Tools, welche mir dabei halfen. Ich wollte meine Intuition, meine innere Stimme (die Herzintelligenz), wieder wahrnehmen können. Diese Stimme ist sehr leise und wir überhören sie in unserem lauten Alltag ganz schnell. Sie ist sehr mutig und absolut bereit, Wege abseits der vorgegebenen Pfade zu beschreiten.

Ich fing nicht nur an, diese Stimme immer bewusster wahrzunehmen (und andere sensitive Kanäle zu öffnen), sondern hatte auch immer mehr Mut das umzusetzen, was mir diese innere Stimme riet. Ufff – das brachte so einige Veränderungen in unser Leben. 

Meine stetig wachsende Sensitivität überforderte mich teilweise und so fing ich an, mich in diesem Gebiet weiterzubilden. Es war für mich wichtig, die neuen Eindrücke und Informationen einordnen zu können und zu lernen mit ihnen gut umzugehen. Themen wie Persönlichkeitsentwicklung und mentale Arbeit (positives Denken etc.) begleiteten mich berufsbedingt schon lange auf meinem Weg. Nun kamen aber noch ergänzende Interessengebiete dazu: Energiearbeit, Erkenntnisse der Neurologie, der Bewusstseinsforschung und verschiedener Weisheitslehren. Ich wollte die Hintergründe, Gemeinsamkeiten, Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Konzepte verstehen. So stürzte ich mich neugierig und voller Wissensdurst (aber auch etwas skeptisch, denn sehr schnell wird mir etwas «zu esoterisch») in diese Themengebiete.

Es eröffneten sich mir ganz neue, faszinierende Erkenntnisse und auch mein Ratio kam dabei nicht zu kurz. Das ist für mich sehr wichtig, denn ich bin eine grosse Befürworterin von einem Joint Venture von „Kopf- und Herzintelligenz“ und von der Kombination Wissenschaft & Spiritualität.

So faszinierend das alles war: Dieser Weg brauchte sehr viel Mut. Denn ein sicheres Erkennungsmerkmal der Herzensstimme ist, dass sie äusserst unerwartete (und auf den ersten Blick teilweise sehr unbequeme) «Wünsche» äussert. Doch ich entschied mich dem Prozess zu vertrauen.

Als ersten Schritt spürte ich plötzlich ganz klar, dass ich zuerst Freiraum schaffen musste, bevor etwas Neues kommen konnte. So beschloss ich (unter Tränen) meinen Job als Bauingenieurin zu künden. Ich hatte noch keinen Plan B, keine Idee, wie es weitergehen sollte und mein Verstand fand das überhaupt nicht lustig. Aber ich wusste intuitiv, dass dies der richtige Schritt war. Ich sagte mir: Ich gebe mir ein Jahr lang Zeit um diesen „Herzens-Weg“ auszuprobieren. Wenn es dann nichts ist, kann ich ja immer noch damit aufhören. Zumindest musste ich mir selber so nie vorwerfen, dass ich es nicht zumindest probiert hatte. Gesagt getan und Schritt für Schritt kam mein Leben auf eine neue Bahn. Ich plante mein Leben nicht mehr im Voraus, sondern vertraute darauf, dass sich der nächste Schritt zum richtigen Zeitpunkt schon zeigen würde. Und so war es auch. Es gab auch schwere Momente. Momente des Zweifels und manchmal auch der Angst. Kontrolle loslassen und sich in Hingabe üben – zwei Dinge, welche definitiv nicht zu meinen Stärken gehörten.

Im Nachhinein kann ich erkennen, dass jeder einzelne Schritt wichtig und wachstumsfördernd für mich war. Auch die Stolpersteine, die „Fehltritte“ und die Rückfälle.  Ich darf jetzt ein Leben leben, welches ich mir nicht einmal zu erträumen gewagt hätte. Und eines ist sicher: Mit unserem Verstand wären wir definitiv nie zu diesem Leben gekommen. Ist jetzt alles einfach und rosarot? Nein, sicher nicht. Immer wieder gibt es auch schwere Momente. Aber das Drama wird immer kleiner und ich lerne immer energieeffizienter und weiser damit umzugehen. Ich habe ein grosses JA in mir. Ein JA zum Leben und ein JA zu neuen Möglichkeiten. Das Leben ist ein Wunder und wir sollten es nicht unnötig in seinen Möglichkeiten uns zu beschenken einschränken.

Und so kam es zu der neuen Version der «Brückenbauerin» und zu dem, was ich jetzt tue:

Ich baue jetzt nicht mehr als Bauingenieurin Brücken, sondern als Mensch, welcher anderen Menschen hilft Brücken zu bauen zu ihrer inneren Weisheit, zu ihrem Potential, zu ihrem einzigartigen Weg, zu mutigen Zielen und zu ihrer Vision!

 

 Das Projekt Homeschooling

…Und zum Schluss noch dies:

Auch die Begleitung unserer Kinder wandelt sich immer mehr. Wir entschieden uns nämlich dafür, die Kinder aus dem Schulsystem zu nehmen und den alternativen Weg als Homeschooler auszuprobieren (gemeinsam mit 3 anderen Familien).

Für uns zeigte sich, dass dieser Weg einiges freudvoller und effizienter ist, als das Schulsystem (das ist natürlich absolut individuell und soll keinesfalls verallgemeinert werden). Auch hier spielte die Erkenntnis „Leistung ist nicht der Kern, sondern die Konsequenz“ eine elementare Rolle. Dies war uns aber nicht von Anfang an klar. Das erkannten wir erst mit den Beobachtungen der letzten 3 Jahre.

Im Gegensatz zu vielen anderen Homeschoolern war es für uns nämlich nicht von Anfang an ein ideologischer Wunsch, dass wir unsere Kinder in der Form vom Homeschooling begleiten. Im Gegenteil: für mich war immer klar, dass eine gute Ausbildung wichtig ist und ich hatte nicht wirklich eine Alternative zum Schulsystem in meinem Möglichkeitenfeld. Es waren unsere Kinder (und mein Herz), welche uns herausforderten neue Lösungen zu suchen und neue Wege zu gehen. Wir hatten das Glück, dass uns die Synchronizität zu Hilfe kam und gleichzeitig auch andere Familien aus dem Dorf diesen Weg ausprobieren wollten. Sowohl für die Kinder als auch für die begleitenden Elternteile (in unserem Falle die Mütter) können enorm davon profitieren, wenn man sich gemeinsam organisiert. Ich liebe meine Kinder, aber ich hätte mir beim besten Wellen nie vorstellen können 7x24h aufeinander zu sitzen – und die Kids wohl auch nicht! 🙂

Ich durfte durch diese Erfahrung total viel über uns Menschen lernen. Für mich war es zum Beispiel kaum fassbar, dass es keinen Druck von aussen braucht (nicht zu verwechseln mit „keine Struktur“), damit die Kinder lernen! Die Kinder sind unendlich neugierig und wollen stets wachsen (wie übrigens alles in der Natur!). Es hat sie ja auch niemand gezwungen sprechen oder gehen zu lernen – das war ein natürlicher Antrieb von innen. Erstaunlicherweise gilt das auch für Sachen, welche nicht wirklich zu ihren Favoriten-Beschäftigungen gehören.

Ich stellte fest: Ein wacher Mensch will wachsen! Kein Mensch würde für den Rest seines Lebens einfach nur untätig in der Hängematte liegen, auch wenn er das könnte. Ok, wenn wir ganz müde und energielos sind, dann denken wir, dass wir das gerne machen würden – aber ich glaube, spätestens nach ein paar Monaten wäre uns das dann doch zu doof! Wir alle haben Interessen & Themen, für welche wir brennen. Wir haben diese natürliche Neugier, welche uns antreibt und immer weiter wachsen lässt. Es ist wichtig, dass wir diesem Trieb genug Raum geben, denn nur so können wir über unser Denken hinaus wachsen!

 

Meine Ausbildungen & berufliche Tätigkeiten

  • 2017-2018 Certified Money Marketing & Soul Coach (Kendall Summerhawk)
  • ab 2015     Weiterbildungen in „Medialität im Alltag“ (Pascal Denervaud, Andy Schwab)
  • 2015/16     Coach in der Gemeinschaftspraxis ViaLeben
  • 2015/16     Ausbildung zum Innerwise Coach (nach deutschem Arzt Uwe Albrecht)
  • 2012-15     Tiefbauprojekte (Geoplanteam) & Leiterin Verkehr (Stadt Biel)
  • 2011           Gründung Breitblick AG (Verkauf 2012, nach Geburt des zweiten Sohnes)
  • 2000-11    Orange Communications SA (Director Facility Management, Estates Manager Network Rollout)
  • 2000-11    „Orange Talent Programm“ und verschiedene Ausbildungen in Leadership, Coaching, Mentales Training 
  • 2000        Dipl. Bauing. ETH Lausanne (EPFL)